Stundensatz-Rechner für Freelancer
Berechne deinen idealen Stundensatz als Freelancer basierend auf deinen monatlichen Kosten, gewünschtem Gewinn und realistischen Arbeitsstunden. Der Rechner berücksichtigt Urlaub, Krankheit und nicht-fakturierbare Zeiten. So stellst du sicher, dass du profitabel arbeitest und dich nicht unter Wert verkaufst.
Profil
Finanzen
Arbeitszeit
Dein empfohlener Stundensatz
62 €
Unter dem Marktdurchschnitt
Marktvergleich: IT/Development
85 – 130 €/h (Durchschnitt: 105 €/h)
Dein Stundensatz liegt unter dem Branchendurchschnitt. Prüfe, ob deine Kosten realistisch sind oder ob du mehr produktive Stunden einplanen kannst.
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Kostenlos startenSo berechnest du deinen Stundensatz richtig
Die Grundformel
Die Berechnung deines Stundensatzes folgt einer einfachen Logik:
Stundensatz = (Monatliche Kosten + Gewinn) / Fakturierbare Stunden
Klingt simpel, aber die Tücke liegt im Detail. Viele Freelancer unterschätzen ihre Kosten und überschätzen ihre fakturierbaren Stunden.
Schritt 1: Alle Kosten erfassen
Deine monatlichen Kosten setzen sich zusammen aus:
- Fixkosten: Miete (anteilig Büro), Versicherungen (Kranken-, Haftpflicht-, Berufsunfähigkeit), Software-Abos, Telefon, Internet
- Variable Kosten: Weiterbildung, Fachliteratur, Hardware-Abschreibung, Reisekosten
- Steuern & Abgaben: Einkommensteuer (ca. 30-42%), Gewerbesteuer (falls gewerblich), Umsatzsteuer (durchlaufender Posten)
- Vorsorge: Altersvorsorge, Rücklagen für Ausfallzeiten
Tipp: Rechne mit mindestens 40% Aufschlag auf dein gewünschtes Netto-Gehalt, um Steuern und Sozialabgaben abzudecken.
Schritt 2: Fakturierbare Stunden realistisch kalkulieren
Ein häufiger Fehler: 52 Wochen x 40 Stunden = 2.080 Stunden annehmen. Die Realität sieht anders aus:
| Abzug | Tage/Jahr |
|---|---|
| Wochenenden | 104 |
| Urlaub | 25-30 |
| Feiertage | 10-13 |
| Krankheit | 5-10 |
| Weiterbildung | 5-10 |
Übrig bleiben ca. 210-220 Arbeitstage. Davon sind erfahrungsgemäß nur 60-70% fakturierbar (der Rest geht für Akquise, Buchhaltung und Admin drauf). Das ergibt ca. 1.050-1.230 fakturierbare Stunden pro Jahr.
Schritt 3: Gewinnmarge einplanen
Dein Stundensatz sollte nicht nur Kosten decken, sondern auch Gewinn abwerfen. Plane mindestens 15-20% Gewinnmarge ein. Dieser Puffer hilft dir bei:
- Investitionen in dein Business
- Rücklagen für Auftragsflauten
- Wachstum und Skalierung
Häufige Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation
- Sich am Angestelltengehalt orientieren: Ein Freelancer-Stundensatz muss deutlich über dem Angestellten-Äquivalent liegen, weil Sozialabgaben, Urlaub und Ausfallzeiten selbst getragen werden.
- Nicht-fakturierbare Zeiten ignorieren: Akquise, E-Mails, Buchhaltung, Meetings -- all das frisst Zeit, die du nicht in Rechnung stellen kannst.
- Sich unter Marktpreis verkaufen: Recherchiere Branchen-Benchmarks. IT-Freelancer liegen 2026 im Schnitt bei 90-120 EUR/h, Designer bei 70-100 EUR/h, Texter bei 60-90 EUR/h.
- Keine jährliche Anpassung: Kosten steigen. Dein Stundensatz sollte mindestens einmal im Jahr überprüft und angepasst werden.
Wann du deinen Stundensatz erhöhen solltest
- Deine Auslastung liegt dauerhaft über 80%
- Du bekommst mehr Anfragen als du bedienen kannst
- Deine Expertise ist nachweisbar gewachsen
- Die Lebenshaltungskosten sind gestiegen
Häufige Fragen
Was ist ein guter Stundensatz für Freelancer in Deutschland?
Das hängt stark von Branche und Erfahrung ab. IT-Freelancer liegen 2026 typischerweise bei 85-130 EUR/h, Designer bei 65-100 EUR/h, Texter bei 55-90 EUR/h und Berater bei 100-200 EUR/h. Entscheidend ist, dass dein Stundensatz alle Kosten deckt und eine Gewinnmarge enthält.
Wie berechne ich meinen Stundensatz als Anfänger?
Auch als Anfänger solltest du nicht unter deinen Kosten arbeiten. Erfasse alle monatlichen Kosten (inkl. Steuern und Vorsorge), addiere mindestens 10% Gewinnmarge und teile durch die realistisch fakturierbaren Stunden (ca. 100 pro Monat). Starte lieber etwas niedriger und erhöhe schrittweise, statt dich unter Wert zu verkaufen.
Soll ich nach Stunden oder mit Festpreisen arbeiten?
Beides hat Vor- und Nachteile. Stundenbasierte Abrechnung ist transparenter und schützt dich bei Scope Creep. Festpreise bieten Planungssicherheit für beide Seiten und belohnen effizientes Arbeiten. Viele erfahrene Freelancer nutzen Tagessätze oder wertbasierte Preise. Unabhängig vom Modell brauchst du deinen Stundensatz als Kalkulationsgrundlage.
Wie viele Stunden kann ich als Freelancer realistisch fakturieren?
Erfahrungsgemäß sind 60-70% deiner Arbeitszeit fakturierbar. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das ca. 24-28 Stunden. Der Rest geht für Akquise, Administration, Buchhaltung, Weiterbildung und Kommunikation drauf. Rechne mit ca. 1.050-1.230 fakturierbaren Stunden pro Jahr.
Muss ich als Freelancer Mehrwertsteuer auf meinen Stundensatz aufschlagen?
Ja, sofern du kein Kleinunternehmer nach §19 UStG bist. Du musst 19% Umsatzsteuer auf deinen Netto-Stundensatz aufschlagen. Für B2B-Kunden in Deutschland ist das ein durchlaufender Posten (Vorsteuerabzug), für Privatkunden erhöht es den effektiven Preis. Kalkuliere deinen Stundensatz immer netto.