Buchhaltung10 Min Lesezeit5. März 2026

Rechnungssoftware für Freelancer – Die 5 besten im Vergleich

Die richtige Rechnungssoftware spart Freelancern Stunden pro Monat. Wir vergleichen Lexoffice, sevDesk, FastBill, Papierkram und HeyAbbot – mit Fokus auf GoBD, Steuerberater-Export und Automatisierung.

Warum die richtige Rechnungssoftware entscheidend ist

Rechnungen schreiben gehört zu den Aufgaben, die kein Freelancer liebt – aber jeder braucht. Die Wahl der richtigen Software kann den Unterschied machen zwischen zwei Stunden Buchhaltung pro Woche und zehn Minuten. Dazu kommt: In Deutschland musst du GoBD-konform arbeiten. Das heißt, deine Rechnungen müssen bestimmte Pflichtangaben enthalten, fortlaufend nummeriert sein und revisionssicher archiviert werden.

Wir haben die 5 beliebtesten Rechnungsprogramme für Freelancer im DACH-Raum getestet und verglichen. Dabei haben wir besonders auf die Bedürfnisse von Solo-Selbstständigen geachtet.

Die wichtigsten Kriterien

Bevor wir in den Vergleich einsteigen, hier die Kriterien, die für Freelancer wirklich zählen:

  • GoBD-Konformität: Pflicht in Deutschland – ohne geht es nicht
  • Steuerberater-Export: DATEV-Schnittstelle oder CSV-Export für deinen Steuerberater
  • UStVA: Umsatzsteuervoranmeldung direkt aus dem Tool an ELSTER
  • Automatisierung: Wiederkehrende Rechnungen, Mahnwesen, Zahlungserinnerungen
  • Angebote: Angebote erstellen und in Rechnungen umwandeln
  • Belegerfassung: Belege per Foto oder Upload erfassen
  • Preis: Was ist für einen Einzelnutzer realistisch?

Die 5 besten Rechnungsprogramme im Detail

1. Lexoffice

Lexoffice von Haufe-Lexware ist der Platzhirsch im deutschen Markt. Die Software deckt alles ab, was Freelancer für die Buchhaltung brauchen – von der Rechnung bis zur EÜR.

Vorteile:

  • Sehr intuitive Bedienung – auch ohne Buchhaltungskenntnisse
  • Zuverlässige DATEV-Schnittstelle für den Steuerberater
  • UStVA direkt an ELSTER übermitteln
  • Automatische Belegerfassung per Scan
  • Banking-Integration mit automatischem Abgleich
  • Etablierter Anbieter mit gutem Support

Nachteile:

  • Kein Projektmanagement oder Zeiterfassung integriert
  • Kontaktverwaltung ist sehr grundlegend
  • Keine KI-gestützte Automatisierung
  • Angebotsverwaltung könnte besser sein
  • Kein CRM im eigentlichen Sinne

Preis: Ab 7,90 €/Monat (Rechnung & Finanzen), ab 16,90 €/Monat (Buchhaltung & EÜR)

Für wen: Freelancer, die eine solide, bewährte Buchhaltungslösung suchen und bereit sind, für Projektmanagement ein separates Tool zu nutzen.

Ausführlicher Vergleich: Lexoffice vs. HeyAbbot

2. sevDesk

sevDesk ist der direkte Konkurrent zu Lexoffice und bietet einen ähnlichen Funktionsumfang. Der Vorteil: sevDesk hat in den letzten Jahren stark in Automatisierung investiert.

Vorteile:

  • Starke Automatisierung bei Belegerfassung (KI-gestützt)
  • Gute DATEV-Schnittstelle
  • UStVA an ELSTER
  • Übersichtliches Dashboard
  • Guter Kundenservice
  • API für Integrationen

Nachteile:

  • Preislich etwas höher als Lexoffice
  • Benutzeroberfläche manchmal etwas überladen
  • Kein Projektmanagement
  • Keine Zeiterfassung
  • Kein CRM

Preis: Ab 8,90 €/Monat (Rechnung), ab 17,90 €/Monat (Buchhaltung)

Für wen: Freelancer, die Wert auf automatische Belegerfassung legen und eine zuverlässige Buchhaltungssoftware suchen.

Ausführlicher Vergleich: sevDesk vs. HeyAbbot

3. FastBill

FastBill war eines der ersten Cloud-Rechnungsprogramme in Deutschland und hat sich seitdem einen treuen Nutzerstamm aufgebaut. Die Software punktet durch ihre Einfachheit.

Vorteile:

  • Sehr einfache Bedienung
  • Gute Belegerfassung
  • Banking-Integration
  • Faire Preise
  • Dokumenten-Management
  • Guter E-Mail-Support

Nachteile:

  • Weniger Features als Lexoffice oder sevDesk
  • UStVA nur über Umwege
  • DATEV-Export etwas umständlich
  • Keine Automatisierung bei wiederkehrenden Rechnungen im Basisplan
  • Entwicklung wirkt langsamer als bei der Konkurrenz
  • Kein Projektmanagement oder CRM

Preis: Ab 9,99 €/Monat

Für wen: Freelancer, die eine einfache Lösung für Rechnungen und Belege suchen, ohne den vollen Buchhaltungsumfang zu brauchen.

Ausführlicher Vergleich: FastBill vs. HeyAbbot

4. Papierkram

Papierkram hebt sich von der Konkurrenz ab, weil es Zeiterfassung direkt integriert hat. Für Freelancer, die ihre Stunden tracken und daraus Rechnungen generieren wollen, ist das ein echter Vorteil.

Vorteile:

  • Zeiterfassung integriert – einzigartig in dieser Kategorie
  • Projektmanagement-Grundfunktionen
  • Rechnungen aus Zeiteinträgen generieren
  • GoBD-konform
  • Fairer Preis
  • Gute Übersicht über Projektprofitabilität

Nachteile:

  • Buchhaltungsumfang geringer als bei Lexoffice/sevDesk
  • UStVA nicht direkt an ELSTER
  • Weniger Integrationen
  • Belegerfassung nicht so ausgereift
  • UI wirkt etwas veraltet
  • Kein CRM

Preis: Kostenlos (Basis), ab 8 €/Monat (Pro)

Für wen: Freelancer, die Zeiterfassung und Rechnungsstellung in einem Tool wollen, aber auf volle Buchhaltung verzichten können.

Ausführlicher Vergleich: Papierkram vs. HeyAbbot

5. HeyAbbot

HeyAbbot ist keine reine Rechnungssoftware – es ist dein KI Co-CEO. Die gesamte Plattform ist darauf ausgelegt, dein Business als Freelancer aktiv voranzutreiben. Rechnungen sind dabei nur einer von vielen Bereichen, die dein Co-CEO für dich übernimmt – von CRM über Projektmanagement bis zur Zeiterfassung.

Vorteile:

  • Dein KI Co-CEO erstellt Rechnungen automatisch aus Zeiteinträgen und Projekten
  • Proaktive Erinnerungen an ausstehende Rechnungen und säumige Zahler
  • CRM, Projekte, Zeit und Rechnungen in einem Tool – alles vernetzt
  • Automatisches Mahnwesen
  • Lexoffice-Integration für volle Buchhaltung inkl. DATEV-Export
  • Morning Briefing: Tägliche Übersicht über offene Rechnungen, Cashflow und nächste Schritte

Nachteile:

  • Buchhaltungsumfang allein weniger tief als Lexoffice
  • Fokussiert auf DACH-Markt, weniger internationale Integrationen
  • Kein kostenloser Plan
  • Für reine Buchhaltung überdimensioniert

Preis: Ab 39 €/Monat – dafür ersetzt HeyAbbot CRM, Projektmanagement, Zeiterfassung und KI-Beratung. Gesamtkosten oft niedriger als 3–4 Einzeltools.

Für wen: Freelancer, die alles in einem Tool wollen und einen KI Co-CEO, der Rechnungen, Kunden und Projekte aktiv für sie managt.

Funktionsvergleich auf einen Blick

FunktionLexofficesevDeskFastBillPapierkramHeyAbbot
GoBD-konformJaJaJaJaJa
UStVA/ELSTERJaJaEingeschränktNeinJa (via Lexoffice)
DATEV-ExportJaJaJaEingeschränktJa (via Lexoffice)
BelegerfassungJa (KI)Ja (KI)JaJaJa
Wiederk. RechnungenJaJaEingeschränktJaJa
ZeiterfassungNeinNeinNeinJaJa
ProjektmanagementNeinNeinNeinBasisJa
CRMNeinBasisNeinNeinJa
KI Co-CEONeinNeinNeinNeinJa
Preis ab7,90 €8,90 €9,99 €0 €39 €
Gesamtkosten mit CRM + PM + Zeit~50 €+~50 €+~50 €+~40 €+39 € (alles inklusive)

Welche Rechnungssoftware passt zu dir?

Die Antwort hängt davon ab, was du neben der Rechnungsstellung brauchst:

  • Nur Buchhaltung? Lexoffice oder sevDesk sind die sicherste Wahl. Beide sind ausgereift, GoBD-konform und haben eine zuverlässige DATEV-Schnittstelle.
  • Rechnungen + Zeiterfassung? Papierkram bietet hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Alles in einem? Wenn du neben Rechnungen auch CRM, Projektmanagement und einen KI Co-CEO willst, der dein Business aktiv mitmanagt, ist HeyAbbot die logische Wahl.

Unser Tipp: Die Gesamtkosten betrachten

Viele Freelancer wählen die günstigste Rechnungssoftware – und zahlen dann zusätzlich für CRM, Projektmanagement, Zeiterfassung und Task-Management. Am Ende summiert sich das:

  • Lexoffice (16,90 €) + Toggl (9 €) + Notion (10 €) + Pipedrive (14,90 €) = 50,80 €/Monat
  • HeyAbbot (39 €) = 39 €/Monat – mit allem dabei

Rechne ehrlich nach, was du aktuell für deine verschiedenen Tools zahlst. Oft ist eine All-in-One-Lösung nicht nur einfacher, sondern auch günstiger. Teste HeyAbbot kostenlos und sieh selbst, ob es zu deinem Workflow passt.